Am Leben vorbeileben

Mann, hatte ich eine Woche!

Mein Arbeitsvertrag läuft über 32 Wochenstunden, d. h. ich habe regulär einen Tag frei — und zwar freitags. Das ist für mich nötig, da ich an den anderen Tagen nicht nur mindestens 8,5 h im Büro bin, sondern täglich 3 Stunden Fahrtzeit habe. [Wenn alles glatt läuft, versteht sich. Jeder Zugausfall (im letzten halben Jahr 2 Mal vorgekommen), jeder verpasste Zug (1 Mal) und jede Verspätung (2 Mal über 20 Minuten, den Rest merke ich mir nicht) verlängern die Pendelei natürlich auf Kosten meiner Freizeit.] Ich verzichte damit auf Einkommen, um wenigstens einigermaßen meine „Work-Life-Balance“ zu halten, aber ehrlich gesagt, können auch drei freie Tage nacheinander die übrigen vier kaum ausgleichen. Und dann habe ich ja auch zwei Ehrenämter sowie einen Kleingarten … Weiterlesen

Haufenbildung

Muss das eigentlich so sein, dass im Garten immer alles länger dauert, als mensch sich ausgemalt hat?

Für dieses Wochenende steht der Abbau des alten und der Aufbau des neuen Komposts auf unserer Agenda. Der Alte besteht aus drei überquellenden zusammengewürfelten Behältern (s. hier), außerdem stehen im Tomatenhäuschen noch diverse blaue Müllsäcke mit Schnittgut, fauligen Äpfeln etc. pp.  Weiterlesen

Die Giersch-Verschwörung

Ich war heute wieder „im Giersch“, denn in den gestrigen sechs Stunden hatte ich nur ein Drittel der befallenen Fläche säubern können. Erschwerend kam nämlich auf einem Teil noch ein fettes Goldruten-Rhizom-Geflecht hinzu. Vielleicht war es mal jemandem als gute Idee erschienen, Giersch mit Kanadischer Goldrute zurückzudrängen. Durchaus erfolgreich, denn in dem Bereich fand sich sehr viel weniger Giersch. Allerdings auch sonst nicht viel, da die Goldrute die Bodenschicht direkt unter der Erdoberfläche komplett durchsetzt, wenn sie gelassen wird. Da kommt niemand mehr durch!

Heute, nach weiteren vier Stunden, verteilte sich meine Giersch-und-Goldruten-Sammlung bereits auf drei große Eimer und eine kleine Tonne, worin sie in den nächsten Wochen vor sich hin gären darf, denn so wird zu Dünger, was frisch oder trocken nicht auf den Kompost darf:

Giersch und Goldrute, hier verjauchen sie. Die übervolle Kompostanlage im Hintergrund soll kommendes Wochenende erneuert werden.

Wenn ich da so im Beet hocke, das an einen Verbindungsweg unseres Vereins grenzt, dann werde ich natürlich von allen, die vorbeikommen, angesprochen; sei es mit einem „Hallo!“, einem Kommentar zum Wetter — oder eben zum Giersch, mit dem ich mich offensichtlich beschäftige. Den Vogel abgeschossen hat heute morgen der Mann mit Hund™, der mir von seiner letzten Heldentat in Sachen Giersch erzählte [eigene Heldentaten sind sein Lieblingsthema], damals, bei Oma und Opa in Helmstedt. Weiterlesen

Bild

Der Spätfrost ist in sie gefahren!

Wenn es ganz dumm gelaufen ist, haben wir dieses Jahr keine Kiwis.

Die neuen Triebe lassen die Ohren hängen …

Der neue Kleingarten hat davon zwei stattliche Exemplare (muss sein, da es bei Kiwis ganz wie bei ihren tierischen Verwandten Männlein und Weiblein gibt), aber die letzten, sehr kalten Tage haben die neuen Triebe beschädigt. Falls sie sich nicht erholen und die Blütenanlagen betroffen sind, fallen Blüte und Früchte wohl aus 😦

Auf dem Balkon hat es ein Wandelröschen erwischt, dass ich hoffnungsfroh und leichtsinnig schon seit Tagen draußen hatte. Außerdem ist meine Kapuzinerkresse-Vorzucht hinüber, obwohl sie im Folien-Haus stand. *seufz*

Ich hoffe, dass wir nach diesem Kälteeinbruch im Mai keine Fröste mehr haben werden!

Vollendete Tatsachen

Offenbar hatten wir vom Pachtbeginn an gerechnet drei Wochen Zeit, doch wir haben sie verstreichen lassen, ohne uns um den Giersch hinter unserer Laube zu kümmern.

Nun ist uns jemand zuvorgekommen und hat ihm auf den zaunnächsten 20 cm den Garaus gemacht. Wohlgemerkt, auf unserer Zaunseite.

Aber nicht mit Jäten, sondern mit der Spritze.

Schönen Dank auch!

Wir karren den Pestizid-Dreck zum Wertstoffhof, damit die Nachbarn ihn uns übern Zaun sprühen? Ich glaube nicht!

Und ich hoffe, dass wenigstens an einem windstillen Tag gespritzt wurde, damit unsere Erdbeeren und Ackerbohnen nichts abbekommen haben. *gnarf*

Leider habe ich heute niemanden im Nachbargarten angetroffen, aber am Wochenende wird es sicher Gelegenheiten zum Nachfragen geben.

Unheilige Allianz

Dass wir im neuen Kleingarten Giersch in Größenordnungen gegenüberstehen, die mehrere Kleinfamilien ernähren würden, haben wir bei der Übernahme zur Kenntnis genommen. Nicht toll, aber was soll’s? Ich sehe es eher hinsichtlich der Nachbarn als Problem, mich würde er nun nicht so sehr stören, immerhin ist der Boden dann ständig bedeckt. Unsere Vorpächter hatten Maßnahmen ergriffen, des Problems Herr zu werden: Gewebefolie ausbreiten, dort einschneiden, wo Pflanzen stehen sollen und dann Rindenmulch drauf. Toll sieht’s trotzdem nicht aus, ich mag Rindenmulch im Beet auch nicht. Und natürlich kommt der Giersch trotzdem an allen Stellen durch, wo er nur kann: also durch die Schlitze, die für die gewollten Pflanzen gemacht worden sind, sowie am Rand. (Unsere Round-Up-Funde sprechen dafür, dass die Folie nicht der einzige Bekämpfungsversuch war …)

Wie gesagt, finde ich alles nicht so dramatisch.

Ostermontag habe ich bei einem Kontrollgang allerdings dies gefunden, und das finde ich nicht mehr lustig: Weiterlesen

Jetzt Kürbisgewächse vorziehen!

Ein Teil des heutigen Saatprogramms

Kürbis, Zucchini und Gurken sollten nicht vor dem 20. April vorgezogen werden, weil die Jungpflanzen sonst bis zum Auspflanzen ins Freiland nach den Eisheiligen zu groß werden. Dabei vergeilen sie aufgrund des Lichtmangels auf üblichen, nicht zusätzlich beleuchteten Fensterbänken und haben einen schlechten Start: der Trieb ist lang, schwach und bricht schneller. (Aus diesem Grund halte ich es auch für Schwachsinn, Tomaten bereits Anfang März vorzuziehen — solange sie nicht bereits Mitte April in ein geeignetes Gewächshaus umziehen können.)

Bei mir ist daher heute mal wieder Großkampfsaat-Tag. Frei nach dem Motto: Weiterlesen