Museumsauflauf am Sonntag

Gestern haben wir uns mit unseren Berliner Gästen mal angeschaut, wie eine große Ausstellung in Hannover aussieht. Berlin hat sowas ja quasi ständig, z. B. in der Neuen Nationalgalerie, aber in H war das die erste – zumindest für uns -, bei der spezielle Vorkehrungen für die Besuchermassen getroffen worden waren.
Was gab’s zu sehen, wofür extra weitere Kartenverkaufstresen aufgestellt worden sind sowie ein Ausstellungsraum zum zweiten Museumsshop wurde?

Eintrittskarte zur Macke-Marc-Delaunay-Ausstellung im Sprengel-Museum Hannover


Wie man sieht, hätte gestern ursprünglich der letzte Tag sein sollen, jedoch wurde die Ausstellung noch etwas verlängert und läuft nun bis in den August hinein. Ob das alle gewusst haben, die sich gestern im und vorm Museum getummelt haben? Man weiß es nicht.

Das Museumsrestaurant bell’Arte jedenfalls, das sogar extra einige thematisch zur Ausstellung passende Angebote auf der Karte hatte (no comment), trumpfte optisch bereits von Ferne mit mehreren großen Pavillionzelten im Außenbereich auf. Es war definitiv gut besucht, sie werden sich also gelohnt haben.

In den Ausstellungsräumen war es relativ voll, voller als ich es im Sprengel-Museum bisher erlebt habe, aber es war noch zu ertragen. Kein Vergleich zur Hopper-Ausstellung in Köln vor einigen Jahren, wo man sich nach dem Motto „Friss oder stirb“ vom Strom mittragen lassen musste, um einmal ‘rum zu kommen. Vom individuellen Verweilen vor Bildern, die einem vielleicht besonders gefielen, war da nicht zu reden. Gestern war das durchaus möglich. Es war jedoch manchmal schwierig, überhaupt an ein Bild heranzukommen, wenn es Teil der Audio-Tour war. Denn während des betreffenden Beitrags standen die Lauschenden unbeweglich immer mitten davor. Da ich meine Brille zuhause vergessen hatte, durfte ich an diesen Stellen also einen weiten Bogen schlagen, um die Titel u.s.w. auf dem Schildchen zu entziffern, und danach wieder zurück, um einen guten Blick auf das große Ganze zu erhaschen.
Und ich übertreibe nur ein wenig :cool:

Alles in allem war es eine nette Ausstellung, die das Werk der drei titelliefernden Künstler sowie einiger weiterer (ein ganzer Raum war Sonia Delaunay gewidmet, außerdem gab es noch einige Klees) aus nur 4 Jahren bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs zeigte.
Allerdings hatte ich ursprünglich eigentlich nicht unbedingt hineingewollt (im Gegensatz zum Stadtkater), weil man doch schon häufiger diese hübsch bunten Tierbilder gesehen hat, u. a. beim Kunsttausch, wiederum in Köln. Aber ich bereue es nicht, es waren durchaus für mich neue Bilder dabei, und wenn ich ehrlich bin, ist es gerade bei meinem eingeschränkten Kunstverständnis auch erfreulich, etwas wiederzuerkennen :wink:

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