Begegnungen im Supermarkt

Tags

,

Wie schon bei andere Leuten zu lesen war, ist der Supermarkt der Treffpunkt, um Leuten zu begegnen, die mensch sonst aus gutem Grunde meidet. Bei mir war’s eben die Glatze eine Kasse weiter, die aber auch jedes Klischee mitgenommen hat: an der Jackenschulter ein Schland-Aufnäher (natürlich in Fraktur!), auf dem Rücken eine zweistellige einschlägige Zahl im Eichenkranz, auf der Kapuze des Sweatshirts etwas von unbuntem Stolz sowie Tätowierungen an Kopf und Nacken, die näher anzuschauen ich mir erspart habe, da ich bereits kauen musste. Allerdings erschien es mir unmöglich, so viel zu essen, wie ich hätte kotzen wollen, also habe ich mich grausend abgewandt…
Und mir überlegt, dass ich froh sein kann, eine helle Hautfarbe zu haben. Komischerweise stellte sich aber keine Freude ein, sondern folgende Überlegung: Hätte ich anderenfalls eine Anmache kassiert oder gar welche aufs Fressbrett? Der Typ war nicht alleine da, er hätte also Publikum gehabt, vor dem sich Aufspielerei möglicherweise lohnt. Hätte mir jemand dort geholfen oder hätten sie weggeguckt? Weiterlesen »

Schleichende Verteetantung

Tags

, ,

Wenn zweie zusammenziehen, die vorher schon (mindestens) je einen vollständigen Hausstand hatten, kommt es beim Zusammenführen notgedrungen zu Dopplungen, Tripplungen, ja, manchmal sogar n-lungen. Meine FF und ich besitzen zusammen 2 Zwiebelhacker (diese doofen Drückteile, die mensch eh nicht benutzt, weil der Aufwand des Saubermachens den des händischen Hackens übersteigt), 3 Packungen Puderzucker, mehrere Pfeffermühlen bzw. -streuer, bestimmt 20 Teesorten und gefühlte 40 Weingläser. Von den Gewürzen ganz zu schweigen, aber da bin ich mit meiner indischen Kocherei wohl hauptschuldig. Leider haben wir eine recht kleine Küche, sodass der ganze Krempel da gar nicht reinpasst. Zumindest, was die Lebensmittel angeht, haben wir uns einen mehr oder weniger systematischen Abbau-vor-Neukauf verordnet.

Weiterlesen »

Wegbereiterinnen. Nr. 1: Loïe Fuller

Tags

, ,

Das Kalenderblatt von Deutschlandradio Kultur widmete sich am 15.01.2012 der vor 150 Jahren geborenen amerikanischen Tänzerin Loïe Fuller. Heute in Vergessenheit geraten und – wen wundert’s? – mir bislang unbekannt, ist sie eine der Wegbereiter_innen des modernen Tanzes, vgl. z. B. Wikipedia: „Sie arbeitete als erste mit farbigen Lichtprojektionen und elektrischem Licht“, um ihre ungewöhnlichen Tänze in weiten Seidenkostümen mit vorher ungesehenen Effekten zu versehen:
„Danse Serpentine“ von & mit Loïe Fuller (1896, nachcoloriert)

Weiterlesen »

Feier mit unsäglicher Bezeichnung

Tags

, , ,

In meinem Alter…

Na, was kommt jetzt wohl?
Ein Artikel über das Leid der Ü30er?
Nein, keine Angst. Aus aktuellem Anlass möchte ich ein Thema aufgreifen, das
a) in meiner Altersklasse (um die 30 halt) und
b) im (Homo-)Mainstream um sich greift,
c) zu dem jede_re eine Meinung und und mancheine_r Pläne hat,
d) dessen Durchführung viel Geld kostet und einen ganzen Wirtschaftszweig hervorgebracht hat und
e) das nichtsdestotrotz einen schrecklichen Verwaltungsterminus trägt:
Weiterlesen »

Sein und Haben – aktuelle „Topsuchen“

Tags

, ,

Der KatzenKontent im Netz ist nicht totzukriegen, und offensichtlich bin ich (zu wie vielen Bruchteilen an Promille auch immer) daran mitschuldig. Folgende Suchanfragen haben hierher gefunden:

„schwarze katzen“: habe ich. Also eine. Meine Meinung zu schwarzen Katzen? Genauso gut oder nicht wie andere auch.
„katzenaugen wikipedia“: habe ich nicht. Mein Fahrrad hat nämlich Weißwandreifen, da brauche ich keine! Und Wikipedia hat gleich so viele, da müsstest Du Dich erst einmal auskeksen, liebe_r Sucher_in! Weiterlesen »

Warum wir elektronischen Informationssystemen einfach nicht trauen können

Tags

, ,

Ich habe mehrmals die Woche Vorlesungen im Institut für Geographie. Im Treppenhaus und Foyer hängen Schwarze Bretter der Prof.en, an denen sie Aushänge tätigen können. Auf einem solchen sah ich zufällig, dass einer ein Seminar zum Thema Infrastruktur und Stadtplanung anbietet und ein Vortragsthema offenbar „Zukunft findet Stadt“ lautet. Dies war auch das Motto der diesjährigen Entwicklungspolitischen Tage in Greifswald, zu denen der besagte Prof. einen Vortrag zu Schrumpfenden Städten hielt. Leider hatte ich zeitlich überschneidend eine reguläre Vorlesung, die ich nicht ausfallen lassen wollte, so dass ich, selbst wenn der Saal nicht vollbesetzt gewesen wäre, nur noch das letzte Drittel mitbekommen hätte. Umso erfreuter war ich also, nun offenbar eine zweite Chance darauf zu erhalten, den Dozenten zum Thema zu hören. Ich habe ihn angemailt, um höflich anzufragen, ob meine stille Teilnahme an den 3 mich hauptsächlich interessierenden Terminen in Ordnung sei, was er bejahte.
Heute um 14 Uhr schaue ich auf die Uhr und erinnere mich gerade noch rechtzeitig, dass da was war… Das Seminar Infrastruktur und Stadtplanung! Schnell aufs Radl gesprungen, mit 30 Sachen die 2 Kilometer bis zum Institut abgerissen und rechtzeitig zum Aufschließen des Seminarraums angekommen. Jedoch: weder Prof. noch Studierende in Sicht. Was ist da los, stehe ich vorm falschen Raum? Nein, der Raumbelegungsplan bestätigte mich, dass ich richtig sei. Ist der Dozent erkrankt und der Termin ausgefallen? Dank Smartphone direkt im Informationssystem geschaut, worin Lehrveranstaltungen und Prüfungen verwaltet werden. Die Veranstaltung war nicht als ausfallend gekennzeichnet. Schnell noch überprüft, ob die Daten zur Veranstaltung sich nicht kurzfristig geändert haben (der Raumbelegungsplan könnte ja veraltet sein): negativ, Daten stimmen mit denen des Plans überein. Ratlosigkeit. Fängt der Dozent vielleicht nicht c. t., sondern c. m. t. („cum magna tempore“, also viiiel Zeit) an? Bis 14:30 Uhr tauchte immer noch niemand auf. Zwischenzeitlich hatte ich die anderen zwei Lehrsäle auf spontane Raumverlegung überprüft, beide leer. Irgendwie war ja klar, dass mir eine Information zu Zeit und/oder Ort der Veranstaltung fehlte, ich wusste nur nicht, woher ich sie nehmen soll. Darum machte ich mich mit dem Gedanken vertraut, umsonst dort aufgeschlagen zu sein, und trollte mich. Vorm Verlassen des Gebäudes kam ich noch einmal am besagten Schwarzen Brett mit seinen unübersichtlich vielen Aushängen vorbei. Natürlich hatte ich schon kurz nach 14:15 Uhr einen fragenden Blick darauf geworfen, jedoch keine Antwort gefunden. Jetzt fiel mir ein vorher übersehener Aushang auf, der vermutlich (wer weiß das schon so genau?!) des Rätsels Lösung lieferte: Ohne Hinweis auf Verlegung oder Änderung war dort für „mein“ Seminar ein anderer Raum in einem anderen Gebäude angegeben sowie die Zeit 16 Uhr… Also einfach 2 Stunden später. Leider habe ich da schon eine andere Veranstaltung, und somit ist der ganze Firlefanz mit Mailen, Vorfreuen und Hineilen umsonst gewesen!

Und warum? Weil wir uns nicht auf die elektronischen Informationssysteme verlassen können, wenn sie nicht vernünftig und im Sinne derjenigen, die sie einkaufen, gefüttert werden! *grmpf*!

Wenn der Elektriker zweimal klingelt…

Tags

, ,

… mache ich doch auf, auch wenn ich erst in Klamotten springen muss, weil er mich aus dem Bett geholt hat.
Seit wann erscheinen Handwerker eigentlich unangekündigt und klingeln dann auch noch so lange, bis drinnen jemand reagiert?
Dass er mich überhaupt mit einem Besuch beehrt hat, liegt daran, dass mir zweimal kurz hintereinander die Sicherung für den Steckdosen-Stromkreis herausgeflogen ist. Beim ersten Mal war prompt mein Handy alle, so dass ich zur Hausverwaltung hinfahren musste, um das Problem zu melden (in Gedanken sah ich zwischenzeitlich schon die Kühl-Gefrierkombi abtauen…). Dort versprach die Sachbearbeiterin mir, direkt den Elektriker zu benachrichtigen, der auch innerhalb von 2 Stunden da war und eine neue Sicherung einsetzte. Ich hatte nicht erkennen können, ob es nur an der Sicherung lag, und außerdem keine zum Austauschen da, aber das war ja auch nicht nötig. Weiterlesen »

Die nicht so schöne Seite des Studentenlebens

Tags

, , ,

Seit heute ist die Anmeldung für die Klausuren zum Ende des Wintersemesters freigeschaltet. Wenn sich nichts ändert (es muss sich aber was ändern, da wir am 09.02. nicht zwei Prüfungen gleichzeitig schreiben können), sieht das bei mir so aus:

Damit dürfte klar sein, womit ich demnächst so beschäftigt bin… Blöd nur, dass unsere Bude immer noch nicht fertig eingerichtet ist!

Welcher Vollpfosten legt eigentlich Klausurtermine auf 18 Uhr abends?!

Angepisst

Tags

, ,

Es gibt so Tage.
Da strahlt die Sonne morgens und erleichtert mir freundlicherweise das Aufstehen, relativ vergnügt geht’s in den Tag. Es ist zufällig Freitag, das heißt, es steht nur eine Vormittags-Vorlesung auf dem Programm, danach Gruppenlernen in der Bibliothek. Gegen 16:30 Uhr ist der Kopf wie leergelaufen, nix geht mehr rein noch raus, also auf nach Hause. Erste Anzeichen von Unlust: Jetzt noch Wochenputz? Ist doch schon dunkel draußen! (Klingt komisch? Leider wird bei mir der Ins-Bett-geh-Modus aktiv, wenn die Sonne weg ist. Egal, um welche Uhrzeit.)
Weiterlesen »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.